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(Kennel
Kipazin) Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit an einem nicht allzu weit entfernten Ort, da lebte eine kleine scheue Kromi-Jungfrau. Sie lebte im Hause ihrer Mutter mit ihren Geschwistern und dem Rest der Familie. Tage vergingen, Wochen strichen vorbei, und es kam die Zeit, daß die Jungfer ihr Geburtshaus verlassen sollte, da die Familie den zahlreichen Nachwuchs nicht versorgen konnte. Sie suchten einen Versorger für sie, und die nötigen Vorbereitungen wurden getroffen. Mit Tränen in den Augen verließ die Jungfer ihre Lieben und betrat die Welt mit eigenen Füßen. Oh, wie war sie voll Furcht. Lang war die Reise und voller Anstrengungen. Die Herren der Winde warfen Wasser vom Himmel und ängstigten die Jungfrau mit wilden Blitzen. Die Reise war hart für die Jungfrau und unstet ihre Gedanken, auf ihrer Reise ins Ungewisse. Sehnsucht zerriß ihr das Herz. Schließlich erreichte sie ihr Ziel und mit klopfendem Herzen sah sie ihr neues Heim. Furcht brannte in ihrem Herzen: Was ist das für eine böse Bande. Die Bande war groß. Sie alle waren groß und mächtig. Die Jungfrau sah sie demütig an. Da war der Meister der Winde; er raste wie ein Sturm und schlief wie ein Donner. Da waren die Kinder des Windes mit wehenden Mähnen. Da war ein Wesen des Wassers mit schimmerndem Panzer. Da waren heulende Wölfe wie Flammen so rot. Da waren zwei fliegende Vögel und drei Wesen der Erden. Und ihrer aller Meisterin war eine Hexe, die die Kräfte der Natur besaß: Kräuter, Pillen und Tränke. Aber da war auch jemand von ihrer Größe und Gestalt, doch nicht ihrer Art: eine rote Katze, liegend auf der Ofenbank. Der Jungfrau Herz wurde leichter, ihre Furcht schwand. Die Schatten der Nacht wuchsen und der erste Tag ging zu Ende. Die Sehnsucht brannte noch immer in ihrem Herzen, sie war Gesellschaft gewöhnt. Nun fürchtete sie sich vor der einsamen Dunkelheit der Nacht. Trost fand sie unter den Großen, mächtig in ihrem Schlaf. Sie stieg In eines Großen Bett, rollte sich gegen seinen Nacken und fiel in ihren Schlaf, die arme, kleine Jungfrau. Viele neue Dinge galt es zu meistern: die Hausregeln lernen und zur Frau heranwachsen. Es gab viele Hindernisse zu überwinden, und die Sonne sandte nicht immer ihre Strahlen: Manchmal regnete es und stürmte, die Seen waren gefroren und die Erde mit Schnee bedeckt. Aber der Jungfrau Geist hielt aus, hielt aus und wurde stärker. Manche kamen, manche gingen, manche fielen in den ewigen Schlaf, die rote Katze verschwand von der Ofenbank, der Vögel Seelen flogen in die Tiefen des Himmels. Wenn die Jungfrau ihre Auge über das Webmuster ihres Leben streifen läßt, sieht sie es so friedlich, gut und blitzend vor Glück. Aus der Jungfer wurde eine stattliche Frau. Nun läuft sie mit den Anderen, mit denen, die sie einst so zweifelnd besah, mit den Großen und Mächtigen. |